Durchstöbert man das Internet auf der Suche nach der Geschichte des Gins, so erhält man viele verschiedene Versionen.
Fakt ist hingegen, dass es nicht die Briten waren, denen wir die inzwischen wieder so beliebte Wacholderspirituose zu verdanken haben – auch wenn das Empire eine wichtige und entscheidende Rolle spielt.

 

Der Erfinder

Franciscus Sylvius, ein deutsch-niederländischer Arzt, war es, der vielen Überlieferungen zufolge im 17.Jahrhundert die positive Auswirkung von Wacholder auf Sodbrennen sowie Verdauungsstörungen nutzte und den Genièvre (französisch für Wacholder) mit Alkohol und weiteren Gewürzen mischte. Das daraus resultierende Gemisch taufte er anschließend auf den Namen Genever – dem Vorläufer des Gins.

 

Der Förderer

Wilhelm der III. von Oranien-Nassau, welcher 1689 zum König Englands, Schottlands und Irlands ernannt wurde, war es schließlich, welcher den Genever im Empire zur weiteren Bekanntheit verhalf,so dass sich im Laufe der Zeit aus Genever die kürzere Bezeichnung GIN entwickelte.

 

The Gin Craze

Ende des 17.Jahrhunderts wurde dann im UK die Biersteuer erhöht, was die Nachfrage nach anderen Alkoholika anstiegen ließ. Als zu jener Zeit dann auch die Anbaugebiete für Getreide wuchsen, wurde die Herstellung von Alkohol so günstig, dass der billige und hochprozentige Gin vor allem in der unteren Bevölkerungsschicht seine Anhänger fand. Er wärmte bei Kälte von innen, ließ Hunger erträglicher erscheinen und versetzte Millionen Menschen in einen billigen Rausch. Der Gin-Konsum im vereinigten Königreich nahm so stark zu, dass die Sterberate aufgrund von Alkohol in die Höhe schoss… Die britische Regierung war gezwungen zu handeln! So erließ sie im Jahre 1751 eine Steuer sowie Schanklizenzen für den billigen Wacholderschnaps um den Konsum sowie den Verkauf der billigen Spirituose einzudämmen. 

 

Die Entstehung des Gin Tonics

Ebenfalls der britischen Krone verdanken wir unseren geliebten Gin Tonic. Während der Kolonialzeit war Indien eine britische Kolonie und Malaria zu seiner Zeit bereits eine bekannte und gefährlich Krankheit. Um dieser vorzubeugen wurden die britischen Soldaten seitens ihrer Ärzte gezwungen, Chinin einzunehmen, da dieses gegen Malaria helfen sollte. Viele der Soldaten nahmen ihre Medizin mit Tonic Water ein, beklagten sich jedoch über den bitteren Geschmack, den Tonic Water mit sich bringt. Kurzerhand mischten die Soldaten GIN zum Tonic und gelten somit als die Erfinder des heute so beliebten Longdrinks.

 

Die amerikanische Prohibition

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts musste Alkohol einen weiteren Dämpfer in den USA ertragen – die PROHIBITION. Im Jahre 1920 erließ der amerikanische Senat das landesweite Gesetz, das Alkohol in jeglicher Form verbot. Während der Prohibition wurde in den USA sehr viel schwarz gebrannt. Da es an Gefäßen fehlte, wurde der Alkohol vermehrt in den heimischen Badewannen hergestellt – der Bathtub Gin war geboren. Aufgrund fehlenden Wissens sowie der Verwendung billigstem Fusels, nahmen zu jener Zeit in den USA, genau wie Jahrhunderte zuvor in Großbritannien, die Verbrechen sowie die Sterblichkeitsrate zu. Die als “The Noble Experiment” in die Geschichte eingegangene Zeit, dauerte ganze 13 Jahre bis der damalige Präsident Franklin D. Roosevelt Ende 1933 das Verbot durch die Unterzeichnung eines neuen Gesetzes, den Cullen- Harrison Act, aufhob. 
Während fortan andere Spirituosen ihre Hochzeit feierten, wie z.B. der durch einen britischen Geheimagenten in unzähligen Filmen berühmt gewordene, geschüttelte und nicht gerührte Wodka-Martini oder der durch tropisches Feeling überzeugende Bacardi Rum, geriet Gin etwas in Vergessenheit. 
Erst in den späten 90ern des 20. Jahrhunderts brachte die Cocktail-Szene den Gin wieder zurück ins Gedächtnis der Menschen. Firmen wie Bombay Saphire ,Tanqueray oder Hendrick´s machten Gin wieder populär. 
Der erneute Gin Hype, welcher seit ein paar Jahren anhält, erfreut uns mit immer mehr köstlichen Variationen, exotischen Zutaten und interessanten Geschichten. 

 

– Hierauf ein CHEERS –

 

 

 

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